Schneemangel: Nordische Kombination in Schonach muss verlegt werden

Wegen der derzeitigen Witterungsbedingungen kann der Schwarzwaldpokal der Nordischen Kombinierer in Schonach nicht wie geplant im Januar stattfinden. Stattdessen wird nun geprüft, ob die traditionsreiche Veranstaltung, die in diesem Winter das 50-jährige Jubiläum feiert, als Weltcupfinale der Nordischen Kombination am 5./6. März 2016 durchgeführt werden kann. Darauf verständigten sich die Schonacher Organisatoren mit den Verantwortlichen des Deutschen Skiverbands (DSV) und des Internationalen Skiverbands (FIS).

Banges Warten auf den Schnee

Sonnenschein und Frühlingstemperaturen: Die derzeitige Wetterlage trübt die Vorfreude auf den in gut drei Wochen stattfindenden Schwarzwaldpokal. Alle Vorbereitungen dafür sind bereits getroffen. Die vielen Helfer stehen in den Startlöchern und die Maschinen sind bereit. Doch das Wichtigste fehlt: Der Schnee. Die weiße Pracht ist dieser Tage schlichtweg nicht vorhanden. Die milden Temperaturen machen es zudem unmöglich, Kunstschnee für Schanze und Loipe herzustellen. Die Entscheidung, ob der Schwarzwaldpokal stattfindet oder nicht, wird am 31. Dezember getroffen.

 

Interview mit dem Olympiasieger Hans-Peter Pohl

Hans-Peter Pohl

Teil 2

Schwarzwaldpokal: Dieses Jahr wird es wohl wieder einige junge Athleten geben, die Ihr Debüt geben. Wie gut können Sie sich noch an Ihr Debüt 1985 in Oslo erinnern, als sie auf Anhieb den Sechsten Platz erreicht haben?

Hans-Peter Pohl: Daran erinnere ich mich noch sehr gut, da es ja etwas Besonderes ist als junger Athlet das erste Mal nach Oslo reisen zu dürfen und am „Holmenkollen“ zu starten. Abends am Tag der Anreise bin ich gleich zur Schanze gelaufen um diese tolle Anlage zu Begutachten. Leider konnte ich aber nichts sehen da es so viel Nebel hatte.

Schwarzwaldpokal: Im Januar  feiert der Schwarzwaldpokal sein 50. Jubiläum. In Schonach sind seit Monaten schon übergroße Werbungen angebracht. Ganz Schonach freut sich darauf. Wie spürbar ist Ihre Vorfreude?

Hans-Peter Pohl: Schonach war und ist immer ein Highlight in der Nordischen Kombination. Schon früher hatte ich mich sehr auf das Ereignis „Schwarzwaldpokal“ gefreut und auch meine Kollegen und Trainer schwärmen immer von unserer Gemeinde. Im eigenen Ort an den Start zu gehen war immer etwas Besonderes. Deshalb freue ich mich auch jetzt auf das Januarwochenende.

Schwarzwaldpokal: In den vergangenen Jahren mussten die Zuschauer und vor allem das Helferteam und das Organisationsteam vom Schwarzwaldpokal wegen starken Stürmen und Regen leiden. Haben Sie gute Hoffnungen, dass wir beim 50. Schwarzwaldpokal ein „winterwonderland“ bekommen?

Hans-Peter Pohl: Natürlich, die Hoffnung darf man nie aufgeben und so bin ich auch in diesem Jahr überzeugt das alles funktioniert. Pulverschnee, Sonne und minus 5 Grad wären perfekt, erzählt er mit einem freudigen Lächeln auf der Lippe.

Schwarzwaldpokal: Abschließende Frage – Sind Sie auch wie in den letzten Jahren wieder für Eurosport tätig?

Hans-Peter Pohl: Ja, auch in diesem Jahr werde ich wieder bei Eurosport kommentieren. Der erste Einsatz wird der 19.12 in der Ramsau sein. Ich freue mich schon jetzt den 50. Schwarzwaldpokal in meiner Heimatgemeinde am Fernsehen kommentieren zu dürfen und Schonach in die „Welt“ hinaustragen zu können.

Traumstart der Kombinierer in Lillehammer

Die Kombinierer legten einen Traumstart hin. Gratulation an Fabian Riesle zum ersten Weltcupsieg gestern und zum zweiten Platz heute. Hermann Weinbuch war mit seiner Truppe zufrieden. Mit Eric Frenzel auf Platz 5, Björn Kircheien auf 9 und  Johannes Rydzek auf 11 war es ein hervorragendes Mannschaftsergebnis. In die Top 20 schafften es auch noch die Jungen Jakob Lange (15) und Vinzenz Geiger (18).   Somit geht Fabian Riesle als Weltcupführender in die nächsten Rennen.

 

 

Der Schwarzwaldpokal- eine begehrte Trophäe

Der Schwarzwaldpokal ist wie die Veranstaltung selbst eine Besonderheit, denn es gibt nicht irgendeinen „Pott“ zu gewinnen. Die Trophäe ist ein wahres Schmuckstück, und hebt sich vom „Salatschüssel-Niveau“ anderer Siegerpokale ab. Der im Jahr 2011 verstorbene Schonacher Bildhauer Klaus Ringwald gestaltete den Schwarzwaldpokal, und schuf einen Bronzeguss mit Ornamenten und eingearbeiteten Bergkristallen. Der Pokal ist ein Wanderpokal und kann nur durch drei Siege hintereinander oder fünf Siege insgesamt gewonnen werden. Bisher gelang dies niemandem. Doch die Sportler gehen deshalb nicht leer aus. Ein jeder Sieger bekommt eine kleine Nachbildung des Originalpokals. Diese bedeutet für die Gewinner stets eine Aufwertung des Trophäenschrankes.

Interview mit dem Olympiasieger Hans-Peter Pohl

Hans-Peter Pohl

Teil 1

Schwarzwaldpokal: Dieses Wochenende startet der Weltcup in Ruka in Finnland. Wie rechnen Sie sich die Chancen für die deutschen Athleten aus? Haben Sie einen Favoriten?

Hans-Peter Pohl: Nach der vergangenen Saison und den Ergebnissen im Sommer Grand Prix rechne ich natürlich wieder mit guten Ergebnissen der deutschen Athleten. Als Schwarzwälder hoffe ich natürlich stark auf Fabian Riessle

Schwarzwaldpokal: In den vergangenen Jahren holte sich Eric Frenzel mit einem guten Vorsprung und einer starken Dominanz die letzten drei Weltcup Siege. Ist er momentan das Maß der Dinge oder sogar unschlagbar?

Hans-Peter Pohl: Eric ist sicherlich das Maß der Dinge aber nicht unschlagbar. Es ist ein enormer Kraftaufwand, sich über mehrere Jahre an der Spitze zu behaupten. Das hat auch bei Eric Kraft gekostet. Aber dennoch gehört er immer zum engsten Favoritenkreis.

Schwarzwaldpokal: Bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft 1987 gewannen Sie mit dem jetzigen Bundestrainer Hermann Weinbuch und Thomas Müller im Teamwettbewerb die Goldmedaille. Besteht der Kontakt zu Ihrem damaligen Kollegen noch und tauschen Sie sich auch untereinander aus?

Hans-Peter Pohl: Durch meine Tätigkeit bei Eurosport habe ich natürlich noch Kontakt zu Hermann Weinbuch. Da tauschen wir uns hin und wieder auch aus, weil es mich auch interessiert wie es der Mannschaft geht und was es neues gibt. Zu Thomas Müller so gut wie gar nicht.

 

Schneeerzeuger laufen auf Hochtouren

In den vergangenen Tagen fiel der erste Schnee, die Temperaturen bleiben weiterhin winterlich. Was Winterfans freut, kommt auch den Vorbereitungen für den Schwarzwaldpokal entgegen: Seit diesen Tagen laufen die Schneeerzeuger an der Langenwaldschanze und im Skistadion auf Hochtouren.

2015-11-24 erster Einsatz im Schanze 2015-11-24 erster Einsatz im Skistadion Wittenbach

Der Schwarzwaldpokal live in der ARD

Erste Vorbereitungen bei TV Begehung
Auch die 50. Ausgabe des Schwarzwaldpokals kann wieder live im Fernsehen verfolgt werden. Beide Wettbewerbe werden in der ARD-Sendung „Sport extra“ übertragen. Die Produktion übernimmt der Deutsche Skiverband, seitens der ARD sind SWR und MDR an der TV-Produktion beteiligt. Erste Vorbereitungen wurden dafür bereits Mitte Oktober getroffen. Bei einer gemeinsamen Begehung der Wettkampfstätten stimmten die Vertreter der Medienanstalten und die Verantwortlichen des Skiclub Schonach die erforderliche Technik sowie geeignete Kamerapositionen ab. So werden am Schwarzwaldpokalwochenende vom 8. bis 10. Januar 2016 zahlreiche Kameras im Einsatz sein: Insgesamt zwölf an der Langenwaldschanze und 13 Kameras an der Langlaufstrecke im Skistadion Wittenbach. Ein 90-köpfiges Fernsehteam wird für die TV-Übertragung der spannenden Skiwettkämpfe in nationale und internationale Wohnzimmer sorgen.

Zertifikat für Langenwaldschanze verlängert

Pierre Bailly aus Frankreich hat diese Woche die Schanzenlanlage in Schonach überprüft. „Alles in Ordnung“ teilte er nach der Überprüfung mit. Somit wird das FIS-Zertifikat für die Langenwaldschanze wieder um fünf Jahre verlängert, bis 31.12.2020.